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Die unsichtbare Barriere: Wie Haushaltschemikalien die körperliche Regeneration hemmen

In der Physiotherapie liegt der Fokus oft auf Bewegung, Statik und manuellen Techniken. Doch für einen nachhaltigen Heilungserfolg spielt das interne Milieu des Körpers – also die Abwesenheit von chronischen Entzündungen – eine entscheidende Rolle. Ein oft unterschätzter Störfaktor für dieses Gleichgewicht ist die tägliche Belastung durch synthetische Duftstoffe und Schadstoffe im eigenen Zuhause.

Der „Stille Entzündungsfluss“: Chemie trifft Biologie

Wenn der Körper über die Atmung (Aerosole aus Sprays) oder die Haut (Rückstände in der Kleidung) mit Schadstoffen in Kontakt kommt, wird das Immunsystem in Alarmbereitschaft versetzt. Was folgt, ist ein physiologischer Domino-Effekt:

1. Aktivierung der „Silent Inflammation“

Fremdstoffe wie Phthalate oder künstliche Moschusverbindungen werden vom Immunsystem als Stressoren identifiziert. Dies führt zu einer Ausschüttung von Entzündungsmarkern (Zytokinen). Diese „stillen Entzündungen“ sind nicht sofort schmerzhaft, halten den Körper aber in einem permanenten Abwehrmodus. Für den Heilungsprozess von Sehnen, Muskeln oder Gelenken ist dies fatal, da die Ressourcen des Körpers für die Abwehr der Schadstoffe verbraucht werden, statt in die Gewebereparatur zu fließen.

2. Oxidativer Stress und Energieverlust

Synthetische Inhaltsstoffe fördern die Bildung freier Radikale. Um diese zu neutralisieren, verbraucht der Organismus wertvolle Antioxidantien. Dieser oxidative Stress schädigt die Mitochondrien – die Kraftwerke der Zellen. Ein Mangel an zellulärer Energie macht sich oft durch chronische Erschöpfung, langsame Regeneration nach dem Sport und eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit bemerkbar.

3. Hormonelle Dysbalancen und Gewebespannung

Endokrine Disruptoren, die häufig in Weichspülern zu finden sind, stören das hormonelle Gleichgewicht. Da Hormone auch den Tonus (die Spannung) der Muskulatur und das Schmerzempfinden steuern, kann eine chemische Belastung indirekt zu hartnäckigen Verspannungen führen, die auf rein mechanische Therapieformen nur langsam ansprechen.

Praxis-Check: Strategien für ein regenerationsfreundliches Umfeld:

Um den Körper bei Heilungsprozessen zu unterstützen, empfiehlt es sich, das häusliche Umfeld schadstoffarm zu gestalten:

  • Wischen statt Sprühen: Durch das direkte Auftragen von Reinigern auf ein Tuch wird die Lunge vor Aerosolen geschützt. Dies sichert eine optimale Sauerstoffaufnahme – die Basis für jeden Heilungsvorgang.
  • Duftfreie Zone im Kleiderschrank: Der Verzicht auf Weichspüler und stark parfümierte Waschmittel entlastet die Haut und das Hormonsystem.
  • Lüften als Therapie: Regelmäßiges Stoßlüften entfernt flüchtige organische Verbindungen (VOCs) und senkt die Entzündungslast der Raumluft.

Blacklist: Auf diese Inhaltsstoffe sollte verzichtet werden:

Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen (u.a. ECHA und BfR) sollten Produkte mit folgenden Bestandteilen gemieden werden:

  • Phthalate: Hormonell wirksam; oft in „Parfüm“ versteckt.
  • Quartäre Ammoniumverbindungen: Fördern Atemwegserkrankungen und Allergien.
  • Isothiazolinone: Starke Kontaktallergene in Flüssigreinigern.
  • Synthetischer Moschus: Reichert sich im Fettgewebe an und belastet die Entgiftungsorgane.

Fazit aus physiotherapeutischer Sicht: Ein gesundes Fundament für Bewegung und Schmerzfreiheit wird nicht nur auf der Behandlungsliege, sondern auch durch bewusste Entscheidungen im Alltag geschaffen. Die Reduktion von Schadstoffen senkt das interne Entzündungsniveau und schafft erst die energetischen Voraussetzungen, die der Körper für eine erfolgreiche Regeneration benötigt.



Quellenverzeichnis Inhaltsstoffe

  • Svanes, Ø. et al. (2018): Cleaning at Home and at Work in Relation to Lung Function Decline. American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine. (Langzeitstudie zu Lungenfunktion und Reinigungssprays).
  • Umweltbundesamt (UBA): Duftstoffe – Inhaltsstoffe mit Nebenwirkungen. (Zusammenhang zwischen Duftstoffen und Umwelt/Gesundheit).
  • Europäische Chemikalienagentur (ECHA): Endocrine Disruptor Assessment List. (Identifizierung hormonell wirksamer Substanzen).
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Schutz vor Kontaktallergien durch Methylisothiazolinon.
  • WHO: Guidelines for Indoor Air Quality. (Richtlinien zur Belastung der Innenraumluft).

Quellen & Referenzen Text

  • Lungenfunktion & Reinigungssprays: Svanes et al. (2018), Univ. Bergen; veröffentlicht im Am. J. Respir. Crit. Care Med.
  • Hormonelle Wirksamkeit: Europäische Chemikalienagentur (ECHA), Candidate List of SVHC (u. a. Phthalate).
  • Gesundheitsrisiken Duftstoffe: Umweltbundesamt (UBA), Fokus: Inhaltsstoffe mit Nebenwirkungen.
  • Allergiepotenzial: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Stellungnahme zu Methylisothiazolinon.
  • Raumluft-Standards: Weltgesundheitsorganisation (WHO), Guidelines for Indoor Air Quality.

Barfuß im Gras: Ein natürliches Training für das Fundament des Körpers

Der Sommer bietet die ideale Gelegenheit, auf festes Schuhwerk zu verzichten und die positiven Effekte des Barfußlaufens im frischen Gras zu nutzen. Was sich zunächst nach Entspannung anfühlt, ist aus physiotherapeutischer Sicht ein hochwirksames Training für den gesamten Bewegungsapparat.

Welche gesundheitlichen Vorteile bringt das Gehen auf natürlichem Untergrund mit sich?

1. Kräftigung der Fußarchitektur

In Schuhen bleibt die Fußmuskulatur oft unterfordert. Das Gehen auf unebenem Rasen aktiviert die tiefliegenden Muskelgruppen, die für die Stabilität des Längs- und Quergewölbes verantwortlich sind. Eine starke Muskulatur schützt vor Fehlstellungen und stabilisiert die gesamte Statik.

2. Optimierung der Sensomotorik

Die unzähligen Nervenenden an den Fußsohlen erhalten durch den Kontakt mit Gras und Boden wertvolle Informationen. Diese sensorischen Reize schulen die Eigenwahrnehmung im Raum (Propriozeption). Ein geschärfter Gleichgewichtssinn und eine verbesserte Trittsicherheit sind die Folge.

3. Aktivierung der Durchblutung

Der Temperaturunterschied zwischen Boden und Körper sowie die mechanische Stimulation wirken wie eine natürliche Reflexzonenmassage. Dies fördert die Mikrozirkulation des Blutes und unterstützt den venösen Rückfluss – ein effektives Mittel gegen schwere Beine und zur Vitalisierung des Kreislaufs.

4. Entlastung der Gelenkkette

Barfuß verändert sich das Gangbild automatisch hin zu einem sanfteren Auftreten. Durch die natürliche Dämpfung der Muskulatur wird der Druck auf Knie, Hüfte und Wirbelsäule reduziert. Gleichzeitig hilft der direkte Erdkontakt dabei, das allgemeine Stresslevel zu senken.


Empfehlung aus der Praxis: Schon 10 Minuten täglich auf einer gepflegten Wiese genügen, um die Fußgesundheit nachhaltig zu fördern. Dabei empfiehlt es sich, das Tempo bewusst zu drosseln und die unterschiedlichen Halme und Bodenstrukturen wahrzunehmen.

Ein gesundes Fundament ist die Basis für schmerzfreie Bewegung.

Bei Fragen zu Fußfehlstellungen oder zur gezielten Kräftigung der Muskulatur stehen fachliche Beratung und individuelle Therapiekonzepte in der Praxis zur Verfügung.

Löwenzahn

Löwenzahn: Wie du ihn sinnvoll für deine Gesundheit nutzen kannst

Löwenzahn wird oft übersehen – dabei wächst er direkt vor unserer Tür und gehört zu den Pflanzen, die seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde genutzt werden.

Was ihn so besonders macht, ist nicht ein einzelner „Wirkstoff“, sondern das Zusammenspiel aus Bitterstoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen, die deinen Körper auf natürliche Weise unterstützen können.

Doch wie lässt sich Löwenzahn konkret im Alltag integrieren?
Und welche Teile der Pflanze sind überhaupt nutzbar?

Welche Teile des Löwenzahns du verwenden kannst:

Beim Löwenzahn ist fast die gesamte Pflanze verwertbar:

Blätter
Die jungen Blätter sind besonders beliebt. Sie enthalten viele Bitterstoffe und eignen sich ideal für Salate oder Smoothies.

Blüten
Die gelben Blüten können ebenfalls gegessen werden – z. B. als essbare Dekoration, im Salat oder zur Herstellung von Sirup.

Wurzel
Die Wurzel wird traditionell getrocknet und z. B. als Tee oder geröstet als koffeinfreie Kaffee-Alternative genutzt.

So kannst du Löwenzahn im Alltag einsetzen:

Die Möglichkeiten sind vielfältig und lassen sich gut in den Alltag integrieren:

1. Frisch im Salat
Junge Blätter liefern Bitterstoffe, die deine Verdauung anregen können.
Tipp: Kombiniere sie mit süßlichen Zutaten wie Apfel oder einem milden Dressing.

2. Als Tee
Getrocknete Blätter oder Wurzeln mit heißem Wasser übergießen.
Besonders geeignet als ruhiger Moment im Alltag – z. B. am Abend.

3. Im Smoothie
Einige frische Blätter lassen sich gut in Smoothies integrieren.
In Kombination mit Obst werden die Bitterstoffe angenehmer.

4. Als Kaffee-Alternative
Geröstete Löwenzahnwurzel wird seit Langem als koffeinfreie Alternative genutzt – besonders interessant für Menschen, die auf Kaffee verzichten möchten.

Warum Bitterstoffe wieder mehr Aufmerksamkeit verdienen:

Viele moderne Ernährungsformen enthalten kaum noch Bitterstoffe.
Dabei spielen sie eine wichtige Rolle für:

  • die Anregung der Verdauung
  • die Unterstützung von Leber und Stoffwechsel
  • ein besseres Körpergefühl nach dem Essen

Gerade deshalb kann es sinnvoll sein, diese Geschmacksrichtung wieder bewusst in den Alltag zu integrieren.

Worauf du achten solltest:

So natürlich Löwenzahn auch ist – ein bewusster Umgang ist entscheidend:

  • Sammle ihn nur auf unbelasteten Wiesen (nicht an Straßenrändern oder stark frequentierten Flächen)
  • Wasche ihn vor dem Verzehr gründlich
  • Starte mit kleinen Mengen, da Bitterstoffe intensiv wirken können
  • Höre auf deinen Körper und beobachte, wie du ihn verträgst

Ein kleiner Impuls zum Abschluss:

Löwenzahn ist kein Wundermittel.
Aber er kann ein einfacher, natürlicher Impuls sein, um deinem Körper wieder mehr von dem zu geben, was im Alltag oft fehlt.

Manchmal liegt das Wertvolle nicht im Komplexen –
sondern in dem, was längst da ist.

Löwenzahn ist eine der Pflanzen, die uns im Alltag ständig begegnen – und dennoch selten bewusst genutzt werden. Dabei bietet er vielfältige Möglichkeiten, ihn ganz einfach in die eigene Ernährung zu integrieren.

Ob als frische Zutat im Salat, als Tee oder in verarbeiteter Form: Unterschiedliche Teile der Pflanze lassen sich auf verschiedene Weise verwenden und eröffnen einen natürlichen Zugang zu Bitterstoffen, die in der heutigen Ernährung oft fehlen.

Gerade diese ursprünglichen, oft unterschätzten Pflanzen können eine wertvolle Ergänzung sein, um den Körper auf natürliche Weise zu unterstützen und wieder mehr Ausgleich in alltägliche Routinen zu bringen.

** Die hier dargestellten Inhalte dienen der allgemeinen Information und stellen keinen Ersatz für eine medizinische Beratung oder Behandlung dar. Bei bestehenden Beschwerden, Unsicherheiten oder Vorerkrankungen sollte die Anwendung stets mit einem Arzt oder Therapeuten abgestimmt werden. Die Nutzung erfolgt eigenverantwortlich und ohne Garantie auf bestimmte gesundheitliche Wirkungen.

Neuer Inhaber Berthold-Haupt-Straße 82

Liebe Patientinnen und Patienten,

zum 31.03. beende ich nach 27 Jahren meine Tätigkeit in dieser Praxis und übergebe die Praxis, an der Berthold-Haupt-Straße 82, an Herrn Christian Ruben.

Ich danke Ihnen herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen und die viele gemeinsame Zeit in den Behandlungen.

Für Ihren weiteren Weg wünsche ich Ihnen alles Gute und vor allem Gesundheit.

ihr

Peter Becker

Physiotherapie bei Multipler Sklerose – warum es nicht um „mehr Training“, sondern um bessere Steuerung geht

Multiple Sklerose verändert vieles.
Nicht immer sichtbar. Nicht immer eindeutig. Und oft anders, als man es erwartet.

Viele Betroffene erleben im Verlauf nicht nur klassische Symptome wie Kraftverlust oder Koordinationsprobleme. Viel häufiger entsteht ein Gefühl, das schwer in Worte zu fassen ist: Der Körper funktioniert – aber nicht mehr zuverlässig.

Bewegungen werden unsicher.
Abläufe wirken plötzlich anstrengender.
Und Dinge, die früher selbstverständlich waren, kosten deutlich mehr Energie.

Genau hier setzt Physiotherapie an – nur oft anders, als viele denken.

Was bei MS im Körper passiert – vereinfacht erklärt

Bei Multipler Sklerose ist die Reizweiterleitung im Nervensystem gestört.
Das bedeutet:

  • Signale vom Gehirn kommen verzögert oder verändert an
  • Bewegungen werden ungenauer
  • Muskelspannung kann sich verändern (zu hoch oder zu niedrig)

Wichtig:
Es geht dabei nicht nur um „zu wenig Kraft“.
Oft ist die Kraft vorhanden – aber sie wird nicht optimal gesteuert.

Das ist ein entscheidender Unterschied.

Warum klassisches Training bei MS oft an Grenzen stößt

Viele verfolgen zunächst einen naheliegenden Ansatz:
Mehr Bewegung. Mehr Training. Mehr Einsatz.

Doch bei MS kann genau das problematisch sein.

Denn:

  • Der Energiehaushalt ist empfindlicher
  • Überlastung kann Symptome verstärken
  • Erschöpfung (Fatigue) spielt eine zentrale Rolle

Das Ergebnis:
Fortschritte bleiben aus – oder es kommt sogar zu Rückschritten.

Nicht, weil zu wenig getan wird.
Sondern weil es nicht passend gesteuert ist.

Physiotherapie bedeutet bei MS: gezielt statt viel

Der Fokus verschiebt sich.

Weg von der Frage:
„Wie kann ich mehr schaffen?“

Hin zu:
„Wie kann ich Bewegungen so gestalten, dass sie für meinen Körper funktionieren?“

Die zentralen Ansatzpunkte der Physiotherapie bei MS

Jeder Verlauf bei Multipler Sklerose ist anders.
Und genau deshalb gibt es nicht die eine Übung oder den einen Plan, der für alle passt.

Was wirklich hilft, entsteht im gemeinsamen Arbeiten.

In der Physiotherapie wird geschaut,
wie sich Bewegung anfühlt,
wo Energie verloren geht
und was der Körper gerade wirklich braucht.

Die Antworten entstehen nicht allgemein – sondern individuell.

Und genau dort beginnt Veränderung.

Nicht allein.
Sondern gemeinsam.


Physiotherapie Becker GbR – Leubnitz

Adresse:
Goppelner Straße 21
01219 Dresden

Telefon: 
+49 351 4794276